Anbei die Handlungskette des Landkreises Lüneburg für den Ablauf bei Vorfällen mit toten oder verletzten Wölfen incl. Liste der Wolfsberater und Erläuterungen zum nds. Jagdgesetz.
Autor: Falko Meyer
Kreismeisterschaft im Jagdlichen Schießen 2023
Am Samstag, den 03. Juni 2023, veranstaltete die Jägerschaft des Landkreises Lüneburg e.V. wieder ihre alljährliche Kreismeisterschaft im jagdlichen Schießen. Bei wärmstem Sommerwetter fanden sich 58 Teilnehmer (9 Mannschaften) aus insgesamt sechs Hegeringen auf dem Schießstand in Linden ein, um ihre Fähigkeiten mit Büchse und Flinte unter Beweis zu stellen. Wie in den vergangenen Jahren, trat hier wieder der Hegering Kirchgellersen hervor, der alleine 3 Mannschaften stellte.
Felix Koopmann konnte seinen Titel als Kreismeister von 2022 verteidigen und wurde dieses Jahr mit 326 Punkten wieder Kreismeister. Weitere Ergebnisse aus den andern Klassen fielen wie folgt aus: Platz 2 als Gesamtsieger ging an Maik Scheele aus dem Hegegering Elbmarsch-West. Und den 3 Platz als Gesamtsieger konnte sich Malik Ali aus dem Hegering Lüneburg-Reinstorf sichern. Bester Gesamtschütze in der Klasse A wurde Rainer Staacke und erreichte 278 Punkte.
In der Klasse B wurde Oliver Plinke bester Gesamtschütze mit 258 Punkten. Bei den Senioren sicherte sich Henning Schulze mit 284 Punkten den Gesamtsieg. In der Altersklasse konnte den Gesamtsieg mit 295 Thomas Bilski für sich entscheiden.
In der Mannschaftswertung sicherte sich Kirchgellersen 1 mit 1112 Punkten vor Amelinghausen (1104 Punkte) und Elbmarsch-Ost 1 (1056 Punkten) den Titel.
Leider konnte das traditionelle Schinkenschießen aufgrund der Sicherheitsbestimmungen auf Schießständen nicht durchgeführt werden.
Der Verpflegungsservice wurde auch von der Jägerschaft selbst durchgeführt. Es wurde gegrillt und es gab Getränke. Schießobmann Markus Solms fand dieses sehr familiär und bedankt sich noch bei Hans-Jürgen Kostrewa für seinen Einsatz an der Verpflegungsstation.
Einen weiteren Dank geht noch an Reiner Eick der auch dieses Jahr wieder den Teller für den Kreismeister gesponsort hat.
Als besonderer Abschluss wurde schließlich eine Kettensäge unter allen Anwesenden verlost. Glücklicher Gewinner ist Günter Hauschildt.
Schießobmann Markus Solms zeigt sich zufrieden mit „seiner“ dritten Kreismeisterschaft. Es wurden diesmal auch Urkunden und Munitionspreise vergeben, was nach Möglichkeit beibehalten werden sollte.
„Ganz besonders möchte ich den Helfern danken, die mich an diesem Tage vor allem auch bei der Durchführung unterstützt haben“, so Solms. „Nur mit freiwilligen Helfern, die ihre Zeit und Kraft zur Verfügung stellen, sind solche Veranstaltungen durchführbar. Vielen herzlichen Dank dafür!“
Solms ruft zudem alle Mitglieder dazu auf, aktiv am jagdlichen Übungsschießen und auch an der Kreismeisterschaft teilzunehmen: „Egal ob jung oder alt, alter Hase oder Jungjäger – die Kreismeisterschaft ist für alle da! Und auch wenn nicht jeder um die Titel kämpfen kann, so bietet sich bei er Kreismeisterschaft doch für jeden die Möglichkeit zum Üben und zum geselligen Zusammensein.“ In diesem Sinne hofft die Kreisjägerschaft auf zahlreiche Teilnehmer im nächsten Jahr!
Ergebniss-Liste Kreismeisterschaft 2023


Rundschreiben LJN zur Wolfsentnahme vom 07.06.2023
Umsetzung Wolfsmanagement-Äußerungen der Bundesumweltministerin im
Deutschlandfunk
Sehr geehrte Damen und Herren,
Bundesumweltministerin Steffi Lemke hat sich in einem Interview mit dem Deutschlandfunk
vom 02. Juni zu den Möglichkeiten des Tötens von auffälligen Wölfen geäußert
(https://share.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audioteilen.
3265.de.html?mdm:audio_id=dira_DLF_f4a8b040).
Darin stellte sie klar, dass es schon jetzt möglich sei, auffällige Wölfe zu schießen, wenn
der Herdenschutz nicht zumutbar ist, also zu hohe wirtschaftliche Belastungen nach sich
ziehen würde – beispielweise in Deich- oder Almregionen. Zum Schutz der Herdentiere
müsse dies dann angewendet werden. Bei Rissvorfällen könnten solange Wölfe aus einem
Rudel geschossen werden, bis der wirtschaftliche Schaden aufhöre. Diese Gesetzeslage
müsse gemeinsam vor Ort angewendet und umgesetzt werden. Die Landesjägerschaft
Niedersachsen nimmt diese Äußerungen wohlwollend zur Kenntnis.
Klar ist aber auch, dass Bundesumweltministerin Lemke hier genau das Verfahren
beschreibt, das in Niedersachsen unter dem ehemaligen Niedersächsischen
Umweltminister Olaf Lies, bereits sechsmal erfolgreich angewendet wurde – die Entnahme
nach Artikel 16 der FFH-Richtlinie.
Diese Abschüsse wurden von dem damaligen umweltpolitischen Sprecher der Fraktion
Bündnis90/Die Grünen im Niedersächsischen Landtag und heutigem Niedersächsischen
Umweltminister, Christian Meyer, regelmäßig heftig kritisiert und in Frage gestellt.
Die Landesjägerschaft Niedersachsen erwartet, dass Niedersachsens Umweltminister
Christian Meyer nun auf Basis der von seiner Parteikollegin erfolgten rechtlichen
Klarstellung endlich wieder zu dem pragmatischen Weg seines Amtsvorgängers
zurückkehrt. Darüber hinaus fordern wir die Umsetzung des im Koalitionsvertrags des
Bundes und auch des Landes hinterlegten Passus, ein europarechtskonformes, regional
differenziertes Management zu ermöglichen.
Inwieweit eine Umsetzung in Niedersachsen nun tatsächlich erfolgt, bleibt abzuwarten.
Mit freundlichen Grüßen
und Waidmannsheil
Dammann-Tamke
Präsident
Wolfmonitoring mit der Smartphone-App
Die App ist eigens dafür entwickelt worden, Wolfshinweise im Feld aufnehmen zu können, d.h. es ist keine Internetverbindung notwendig um die App nutzen zu können. Für die einmalige Anmeldung mit den individuellen Nutzerdaten ist eine Internetverbindung allerdings Voraussetzung.
Die App ermöglicht es, dass z.B. bei der Aufnahme eines Hinweises gleich die GPS-Koordinaten des Smartphones direkt abzurufen (auch im Offline-Modus). Zudem können gleich aus der App heraus mit der Kamera des Smartphones Bilder des Hinweises erstellt und der Meldung hinzugefügt werden. Die abgeschlossene Meldung wird nach Eingabe auf dem Smartphone gespeichert und kann später bei ausreichender Internetverbindung (insofern im Feld nicht vorhanden) in die Datenbank hochgeladen werden. Die App ist direkt mit der online-Datenbank des Wolfsmonitorings der Landesjägerschaft Niedersachsen verbunden und für jedermann kostenfrei verfügbar.
Jungägerkurs 2023/2024
neues Konzept für Jägerprüfung
Christoph Lütgens, Vorsitzender der Lüneburger Jägerschaft, hat ein neues Konzept zum Vorbereitungslehrgang zur Jägerprüfung vorgestellt.
Der Lehrgang beginnt Anfang September und endet im März 2024 mit anschließender Prüfung. Die Schießprüfung findet Ende November/Anfang Dezember statt. Die Zahl der Plätze ist begrenzt, Anmeldeschluss ist der 31. August. Der praxisorientierte Lehrgang mit einer umfassenden Wissensvermittlung ist neben Beruf, Ausbildung und Schule möglich. Während oder nach dem Lehrgang wird das Erlernen des Jagdhornblasens angeboten.
Die Leitung übernimmt Wolf-Achim Fürst. Anmeldungen für den Vorbereitungslehrgang per E-Mail beim Geschäftsführer der Jägerschaft, Hans-Jürgen Kostrewa (schriftfuehrer@jaegerschaft-lueneburg.de). Das Anmeldeformular finden Sie hier.
Jägerfrühschoppen für Jedermann am 02.07.2023
Zu einem gemütlichen Jägerfrühschoppen für Jedermann mit gutem Essen und Jagdhornmusik der Jagdhornbläsergruppen der Jägerschaft Lüneburg laden wir herzlich ein. Die Veranstaltung findet am
- Juli 2023 ab 12.00 Uhr im Gasthaus „Zum Hohensand“, Hohensand 17 in 21357 Wittorf statt.
Auf Euer Kommen freuen sich die Wirtsleute Lina und Oskar Feil sowie die Jagdhornbläser.
Bei schlechtem Wetter entfällt die Veranstaltung.
Gruß
Georg Heidenecker
