Engagement in Tier- und Naturschutz

Der Schutz von Wildtieren und der Erhalt ihrer Lebensräume gehören zu den zentralen Aufgaben der Jägerschaft Lüneburg. Nachhaltige Jagd bedeutet Verantwortung – nicht nur für die Wildbestände, sondern für das gesamte Ökosystem.

Unsere Mitglieder engagieren sich in vielfältigen Projekten für den Tier- und Naturschutz. Dazu gehören unter anderem die Kitzrettung, die Pflege und Verbesserung von Lebensräumen, Maßnahmen zum Arten- und Biotopschutz sowie die Unterstützung wissenschaftlicher Projekte und des Wildtiermonitorings. Dabei arbeiten wir eng mit Land- und Forstwirtschaft, Behörden sowie weiteren Naturschutzakteuren zusammen.

Im Jahr 2025 wurden dank der großzügigen Unterstützung der Sparkasse Lüneburg und der Niedersächsischen Bingo Umweltstiftung 500 große und klimaangepasste Bäume und Obstbäume von den Mitgliedern der Jägerschaft im Kreis Lüneburg gepflanzt.

Kitzrettung

Wenn im Frühjahr die ersten Wiesen gemäht werden, beginnt für viele Wildtiere eine gefährliche Zeit. Von Ende März bis Ende Mai werden deshalb Kitze und Junghasen mit Hilfe moderner Wärmebilddrohnen in den zu mähenden Grünlandflächen aufgespürt und vor der Mahd in Sicherheit gebracht.

Die Jägerschaft koordiniert dabei zahlreiche Einsätze und wird vom Maschinenring unterstützt, der Landwirte und Jägerinnen und Jäger miteinander vernetzt. Darüber hinaus engagieren sich im Landkreis viele eigenständige Drohnenpiloten in den Revieren. So kann eine möglichst flächendeckende Jungwildrettung gewährleistet werden.

Die Suche beginnt meist früh am Morgen, wenn die Wärmebilder die Tiere besonders zuverlässig erkennen lassen. Werden Kitze oder andere Jungtiere entdeckt, werden sie vorsichtig aus dem Gefahrenbereich gebracht und nach der Mahd wieder an ihren Fundort zurückgesetzt. Eine erfolgreiche Kitzrettung ist Teamarbeit: Nur wenn Jägerinnen und Jäger, Landwirte, Drohnenpiloten und ehrenamtliche Helfer Hand in Hand arbeiten, können jedes Jahr zahlreiche Jungtiere vor dem Mähwerk bewahrt werden.

Ihre Ansprechpartner für die Rehkitzsuche mit der Drohne für den Landkreis Lüneburg:
Klaus Eduard Remien, Wildtierrettung Lüneburg: 0172 8943942
Peter Müller, Maschinenenring Lüneburg: 0171 4736640

Wildtierstation

Was passiert mit einem Kitz, wenn die Ricke bei einem Verkehrsunfall zu Tode kommt? Und was tun, wenn die eigene Katze plötzlich einen lebenden Junghasen vor die Haustür legt? Für solche Fälle betreibt Maike Schwanecke in Kooperation mit der Jägerschaft Lüneburg die „Wildtierstation Dunnerkitzchen“. Hier werden hilfsbedürftige Jungtiere so naturnah wie möglich versorgt und aufgezogen, um sie dann gesund und selbstständig wieder in der Natur auswildern zu können. Die Aufzucht von Wildtieren ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die viel Know-How, Zeit, Engagement und Leidenschaft erfordert. Mit der Wildtierstation möchten wir als anerkannter Naturschutzverein einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz und dem Erhalt unserer heimischen Wildtiere leisten.

Für dieses besondere Projekt freuen wir uns über jede Unterstützung und nehmen gerne zweckgebundene Spenden entgegen.

Die Sparkasse Lüneburg hat den Aufbau der Station mit einer Spende von 10.000 Euro unterstützt.

Bei Fragen wenden Sie sich an
Klaus Eduard Remien: 0172 8943942 oder wildtierstation@jaegerschaft-lueneburg.de

Lebensraumverbesserung (Wildvogel- und Rebhuhnprojekt)

Feldhühner und andere Wildvögel sind auf abwechslungsreiche und strukturreiche Lebensräume angewiesen. Doch in unserer Kulturlandschaft fehlen zunehmend Schutz, Deckung und geeignete Nahrungsangebote. Mit der Bündelung unserer Projekte zum Schutz des Niederwildes möchten wir deshalb gezielt Lebensräume aufwerten und langfristig bessere Bedingungen für Niederwild schaffen, um die Populationen zu stärken.
Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen wie die Anlage von Blüh- und Brachflächen, die Schaffung von Hecken und anderen Deckungsmöglichkeiten sowie ein extensiver Getreideanbau. Solche Strukturen bieten Nahrung, Schutz vor Witterung und Rückzugsmöglichkeiten und schaffen wichtige Lebensräume für Feldhühner, Wildvögel und zahlreiche weitere Arten.

Ein wichtiger Baustein ist die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft. Denn nachhaltiger Niederwildschutz kann nur gelingen, wenn Jägerschaft und Landwirte gemeinsam Lösungen entwickeln und erfolgreich umsetzbare Maßnahmen in die Fläche bringen. Geplant sind deshalb auch Exkursionen und Erfahrungsaustausche, bei denen gute Beispiele vorgestellt, Erfahrungen weitergegeben und neue Ideen gemeinsam entwickelt werden.
Ergänzend soll im Rahmen des Projekts auch das Prädationsmanagement unterstützt werden. Moderne technische Lösungen wie Fallenmelder können dabei helfen, den Einsatz von Fallen effizienter und kontrollierter zu gestalten.

Unser Ziel ist ein ganzheitlicher Ansatz für den Niederwildschutz: Lebensräume verbessern, Prädationsdruck senken, praktische Erfahrungen teilen und gemeinsam Verantwortung übernehmen. So sollen die Bedingungen für Feldhühner und andere Wildtiere nachhaltig und spürbar verbessert werden.

Derzeit entwickeln wir 4 Modellflächen, um unterschiedliche Ansaaten für Blühstreifen und Extensivierungsverfahren beim Getreideanbau zu untersuchen. Ergänzt wird das Projekt durch eine intensive Prädatorenbejagung mit Fallen. Dazu beschaffte die Jägerschaft 181 Fallenmelder und Fallen. Beides wurde von der Niedersächsischen Bingo Umweltstiftung unterstützt.

Bei Interesse melden Sie sich gerne bei der Projektgruppe unter
naturschutz@jaegerschaft-lueneburg.de

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Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, die Natur als wertvollen Lebensraum für kommende Generationen zu bewahren und die Jagd als verantwortungsvolle Form der nachhaltigen Nutzung unserer heimischen Wildbestände zu gestalten.

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