Vortrag “Der waidgerechte Büchsenschuss” war ein voller Erfolg

Am Dienstag, den 19.02.2019, wurde in der Gaststätte „Zum Anker“ in Bardowick wieder ein Kompaktseminar angeboten, diesmal zum Thema „Der waidgerechte Büchsenschuss“.
Eingeladen waren sowohl der aktuelle Jungjägerkurs der Kreisjägerschaft Lüneburg, als auch alle anderen interessierten Waidmänner und -frauen. Referent war Friedel Siekmeier mit freundlicher Unterstützung durch die Firmen Merkel, RWS und Leica. Herr Siekmeier kann auf eine über fünfzigjährige jagdliche Erfahrung zurückblicken. Begleitet wurde er außerdem vom örtlichen Jagdausstatter Reiner Eick. Schnell war man mitten im Thema – von der Jagd von damals über die Veränderungen, die die Jahrzehnte mit sich gebracht haben, bis zur Jagd von heute. Bei diesen Veränderungen sind z.B. die verstärkte Naturnutzung durch Nichtjäger sowie die stark veränderten Wildbesätze, besonders bedingt auch durch die gestiegene Nutzung unserer Kulturlandschaft, zu nennen. Um diesen Veränderungen nachzukommen, so Siekmeier, sei es unabdingbar, dass unser wichtigstes Handwerkszeug, nämlich die Waffe, mit der Zeit geht. Angefangen von der Optik, über den Schaft bis hin zu den Läufen und der Munition, wurde den Teilnehmern ein spannender und informativer Vortrag gehalten.
Des Weiteren wurde im Gespräch mit den Anwesenden aber auch schnell deutlich, dass die beste Jagdwaffe nichts wert ist, wenn nicht auch der Umgang mit dieser regelmäßig geübt wird – und zwar nicht auf der Jagd, sondern vor allem auch auf dem Schießstand. Der Referent machte mehr als deutlich, dass insbesondere die regelmäßige Übung mit der Flinte oder Büchse eine Selbstverständlichkeit bei allen Jägern sein sollte. Denn nur durch Übung, so der Referendar, wird ein sicherer Umgang mit der Waffe erreicht. Waidgerechtes Jagen bedeutet auch, dass wir die Pflicht und die Verantwortung haben, das Wild vor allem sicher und effektiv zu erlegen, um damit unnötiges Leid zu vermeiden. Aber das regelmäßige Üben zum Schießen bewirkt auch, dass die Sicherheit bei der Schussabgabe steigt und somit die Unfallgefahr deutlich sinkt. In letzter Zeit ist in den Printmedien leider immer wieder von Unfällen bei der Jagd zu lesen. Auch im Hinblick auf die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit sollte es absolute Selbstverpflichtung bei den Jägern sein, dem Gedanken der „waidgerechten Jagd“ durch einen sicheren Schuss nachzukommen.