Suchenglück und Suchenpech – Lüneburger Gespanne bei der Hegewaldprüfung

Es ist weit mehr als nur eine Prüfung. Es ist wahrscheinlich DAS zentrale Ereignis des Verein Deutsch-Drahthaar (VDD), es ist die weltweitgrößte Zuchtausleseprüfung für Vorstehhunde, es ist ein jagdkynologisches Ereignis und nicht zuletzt ist es ein Treffen der Drahthaar-Fans – die internationale Hegewald-Zuchtausleseprüfung. An die teilnehmenden Hunde werden hohe Ansprüche gestellt, und so darf jeder Hundeführer, der erfolgreich an dieser Prüfung teilgenommen hat, zu Recht stolz auf seinen vierbeinigen Jagdgefährten sein.

In diesem Jahr nahmen auch drei Gespanne der Kreisjägerschaft Lüneburg an dieser renommierten Prüfung teil. Und das mit Erfolg!

Mit über 150 Richtern und 200 Gespannen aus aller Welt kamen sie vom 2. bis 5. Oktober in Iffezheim/Bühl in Baden zusammen.

An zwei Tagen wurde im Feld und am Wasser sowie im Vorführring geprüft. Doch das war zum Teil leichter gesagt als getan. Nachdem man zunächst über 100 Kilometer zurücklegen musste, um in die jeweiligen Reviere zu gelangen, hatten sich dort Fasan und Hase oft im allgegenwärtigen Mais verkrochen. Letztendlich konnte aber für alle Gespanne das benötigte Wild aufgestöbert werden.

Nach einer feierlichen Hubertusmesse am Morgen des letzten Tages wurden dann alle Hunde gemäß ihrer Form und Haarbewertung den Zuschauern vorgestellt. Und während die Hunde tief und fest schliefen, und sich von den anstrengenden Tagen erholten, feierten über 1.000 Menschen den diesjährigen Sieger Ulrich Papst bei der Abschlussfeier in Bühl.

28 der angetretenen Gespanne haben die Prüfung nicht bestanden, doch die drei Lüneburger haben tolle Ergebnisse erzielt (siehe Foto von links nach rechts):

  • Platz 83 Jörg Strötges mit Hera III vom Spanger-Forst 226,5 Hegewaldpunkte
  • Platz 95 Andrea Puls mit Gala III vom Spanger-Forst 225 Hegewaldpunkte
  • Platz 118 Kristine Hedder mit Fine III vom Spanger -Forst 219,5 Hegewaldpunkte

Vielleicht wäre für die Lüneburger noch der eine oder andere Punkt mehr drin gewesen. Aber welcher Hundeführer kennt das nicht: Am Prüfungstag ist so manches anders als beim Üben, und zwischen dem Gezeigten und dem Können kann durchaus eine kleine Lücke entstehen. Und Suchenglück und Suchenpech lagen auch hier wieder sehr dicht zusammen! Doch alle drei Gespanne sind glücklich und stolz, die Prüfung bestanden zu haben.

Das Fazit aller drei Hundeführer nach diesen anstrengenden und aufregenden Tagen: „Es war eine Bestens organisierte Veranstaltung, eine tolle Atmosphäre und wir hatten viel Spaß mit der Drahthaarfamilie!“

Herzlichen Glückwunsch!