Prämienzahlungen für die Schwarzwildbejagung im Rahmen der ASP-Vorsorge

Das zuständige Ministerium hat die angekündigten Maßnahmen zur Förderung der Schwarzwildbejagung im Rahmen der ASP-Vorsorge mit Wirkung zum 01. April 2018 beschlossen. Die komplette Verwaltungsvorschrift befindet sich am Ende dieses Artikels zum Download. Zusammengefasst enthält die Vorschrift die folgenden Punkte:

  1. Verendetes und krankes Schwarzwild, das gefunden wird oder durch Fangschuss zur Strecke kommt, soll mit einem Wattestab beprobt werden. Für jede Probe wird eine Prämie in Höhe von 50,- Euro gezahlt. Als Nachweis gilt der Proben-Beleg vom Veterinäramt.
  2. Erlegtes Schwarzwild, das in der Jahresstrecke den Durchschnitt der letzten drei Jagdjahre übersteigt, wird ebenfalls mit einer Prämie von 50 Euro honoriert. Die Durchschnittswerte haben die Hegeringe anhand der Abschussmeldungen ermittelt. Sie liegen den Behörden vor. Als Nachweis gilt der Wildursprungsschein oder der verm. Beleg des Wildhändlers.Für die Auszahlung der Prämie wurde eine Bagatellgrenze von 250,- Euro festgelegt. In der Praxis bedeutet das, dass der Mehrabschuss mindestens fünf Stück über dem Schnitt liegen muss. Die Bagatellgrenze gilt allerdings nicht, wenn mit dem gleichen Antrag eine Erstattung nach 1. und/oder 3. beantragt wird.
  3. Für brauchbar geprüfte Jagdhunde, die auf Drückjagden eingesetzt werden, erhält der Hundeführer vom Revierinhaber eine Prämie von 25 Euro pro Hund. Es gelten nur Drückjagden, an denen mindestens fünf Reviere zusammenhängend teilgenommen haben. Die Mindestanzahl reduziert sich auf zwei Reviere, wenn ihre Gesamtfläche zusammen mindestens 2.000 ha beträgt.

Auszahlungsbehörde ist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Die für die Antragstellung erforderlichen Vordrucke stehen am Ende dieses Artikels zum Download bereit (alternativ können die Vordrucke unter www.lwk-niedersachsen.de heruntergeladen werden). Anträge zur Auszahlung der Prämien sind bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen schriftlich unter Verwendung der
Antragsvordrucke zu stellen und werden entgegen genommen von:

Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Regionalstelle Uelzen (z. Hd. Hr. Knüppel oder Hr. Lux)
Wendlandstraße 10
29525 Uelzen

Die Anträge können ausschließlich von Jagdausübungsberechtigten gestellt werden, also Eigenjagdbesitzern oder offiziellen Revierpächtern. Die Jagdausübungsberechtigten zahlen dann ggf. die Prämie nach Punkt 3. an die jeweiligen Hundeführer aus.

Die Anträge für die Punkte 1. und 2. sind einmal jährlich vom 01. April bis zum 31. Mai für das vergangene Jagdjahr zu stellen. Die Anträge für Punkt 3. sind bereits während des laufenden Jagdjahres zu stellen.