Müllsammelaktion erfolgreich zu Ende gegangen

Die Jägerschaft des Landkreises Lüneburg e.V. hat ihre Mitglieder zu einer revierübergreifenden Müllsammelaktion in der vergangenen Woche aufgerufen. Und die Jägerinnen und Jäger im Landkreis sind diesem Ruf mit großer Beteiligung gefolgt! Trotz anfangs widriger Wetterbedingungen mit böigem Wind und Regen sind sie unermüdlich durch ihre Reviere gestapft und haben eingesammelt, was andere Menschen achtlos in der Natur entsorgt haben. Vielerorts wurden sie dabei von Familie und Freunden unterstützt.

Auf die Anfrage der Jägerschaft hatte sich die GfA in Bardowick sofort bereit erklärt, die Aktion zu unterstützen. Am vergangenen Samstag konnte der in den Revieren gesammelte Müll kostenlos bei der GfA abgegeben werden. Außerdem wurde der Müll dort auch gleich gewogen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: rund drei Tonnen Unrat haben die Waidfrauen und -männer aus Wald und Feld entfernt und zur GfA gebracht!

Neben leeren Verpackungen, Plastiktüten, Zigarettenschachteln, Flaschen und den obligatorischen Coffee-to-go-Bechern kamen dabei auch so erstaunliche Dinge wie Fernseher, Teppiche und alte Zinkwannen zu Tage. Desweiteren wurden 34 alte Autoreifen in allen Formen und Größen (mit und ohne Felgen) gefunden.

Was viele Menschen anscheinend oft vergessen: Dieser Müll verschandelt nicht nur das Landschaftsbild, sondern stellt auch eine erhebliche Gefahr für die Tier- und Pflanzenwelt dar. Die Wildtiere können sich im Müll verfangen oder Teile davon verschlucken und gehen anschließend elendig zugrunde. Schädliche Stoffe können austreten und die Tiere und Pflanzen in der Umgebung bis hin zum Grundwasser vergiften.

Aber auch der vermeintlich harmlose Kompostabfall stellt eine ernsthafte Gefahr dar. Allzu oft befinden sich in diesem Wurzeln und Pflanzenreste von aggressiven invasiven Arten, welche sich dann in der Natur nahezu unkrautartig verbreiten und den heimischen Pflanzenarten buchstäblich die Luft zum Atmen nehmen. Dies stellt einen gefährlichen Eingriff in die sensiblen Biotope unserer heimischen Flora und Fauna dar.

Beonderes Unverständnis rief bei allen Beteiligten die Tatsache hervor, dass ein Großteil des gesammelten Mülls unkompliziert und kostenlos hätte entsorgt werden können (beispielsweise über den Sperrmüll), anstatt ihn umständlich tief in den Wald zu fahren und dort abzuladen.

Die Kreisjägerschaft zeigt sich mehr als zufrieden mit der Beteiligung und dem Ergebnis dieser Aktion, die sicher nicht zum letzten Mal durchgeführt wurde. Damit sind die Jägerinnen und Jäger einmal mehr ihrer zentralen Rolle als aktive Naturschützer gerecht geworden. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!