Landpartie 2009 auf Gut Thansen

Die Jägerschaft Lüneburg war am 16. und 17. Mai 2009 mit einen Stand auf der NDR-Landpartie vertreten und erlebte dort einen unerwartet grossen Besucheranstrom .

Dies ist der im “Niedersächsischen Jäger” (11/2009) veröffentlichte Bericht (Bilder zum Vergrössern bitte anklicken!).

10 Jahre Landpartie-Fest auf Gut Thansen, Soderstorf

Der NDR-Dauerbrenner „Landpartie – Im Norden unterwegs” mit Heike Götz feierte am 16. und 17. Mai sein zehnjähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass war auch die Jägerschaft Lüneburg eingeladen, sich und ihre Aktivitäten auf dem Gut Thansen bei Sodersdorf, Landkreis Lüneburg, darzustellen.

Das sehr geräumige Gutsgelände bot einer Vielzahl von unterschiedlichen Ausstellern und Aktivitäten reichlich Platz. Insgesamt besuchten an den beiden Tagen mehr als 50.000 Besucher die Veranstaltung.

Während die Böhmsholzer Jagdhornbläser musikalisch die Vorführung des Deutschen Teckelclubs, Gruppe Lüneburg, „Der verkehrssichere Hund” umrahmten, bot neben anderen Vereinen die Jagdhornbläsergruppe Betzendorf Beispiele ihres Könnens auf der Aktionswiese.

Zentraler Punkt waren jedoch die Ausstellungsteile, die der Arbeitskreis Wildtiere, Umwelt und Naturschutz der Jägerschaft präsentierte. An beiden Tagen hatte er offenbar mit den von ihm ausgewählten Themen „Biologische Vielfalt, Krankheitsgefahren im Wald durch Zecken, Minimierung von Wildunfällen und Lernort Natur das richtige Gespür gehabt.

 

Die Darstellung stark gefährdeter Leitarten und Beispiele zum Erhalt der biologischen Vielfalt, war das Hauptanliegen des Arbeitskreises. Besucher staunten über die Art der Darstellung der Zusammenhänge in der Natur, die durch ein bebildertes Mobile, sehr nachvollziehbar dargestellt wurde. Diese Darstellung führte bei den Besuchern nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zu einem regen Gedankenaustausch. Schnell entstanden kleine Debatten darüber, wie einer weiteren Verarmung der Artenvielfalt entgegen gewirkt werden kann und aus welchen Gründen die Artenvielfalt für uns Menschen wichtig ist. Auffällig und sehr erfreulich war für die Standbetreuer auch die Resonanz von Jägern und Landwirten, die über dieses Thema zum Teil leidenschaftlich miteinander diskutierten.

Ein großes Interesse fand auch die Darstellung der Gefahren durch Zecken in der freien Natur. Hier bestand ein großes Informationsbedürfnis der Besucher mit vielen Nachfragen. Das dazu ausgelegte Informationsmaterial der Landesjägerschaft war eines der Flyer, die den meisten Zuspruch erhielt.

Während das orangefarbige Dreibein als Kennzeichen zur Minimierung von Wildunfällen bei den Gästen aus der näheren Umgebung bekannt war und für sehr sinnvoll erachtet wurde, erkundigten sich auswärtige Besucher danach, was die Dreibeine bedeuten und warum an einigen das Schild „Wildunfall” angebracht sei. Nachdem die Besucher auf den Grund der Aktion „3beine in 3 Landkreise” hingewiesen wurden, gab es anschließend dann das sog. Aha-Erlebnis. Einige dieser Gäste erklärten anschließend: „Jetzt habe ich verstanden, warum an unserer Bundesstraße neuerdings so viele Dreibeine stehen!” Andere gaben sich als Mitarbeiter von Behörden zu erkennen und baten um Info-Material und Adressen, um abzuwägen, ob das Projekt auch in ihrem Landkreis eingeführt werden kann.

Mit den schon bewährten Fühlkisten gaben die Standbetreuer wieder einen kleinen Einblick in den Lernort Natur. Nicht nur die Kinder wollten wissen, was sich in den Fühlkisten verbarg, auch etliche Erwachsene nahmen die Chance wahr, den Inhalt der Fühlkisten zu ertasten. Als weitere Attraktion hatte der Arbeitskreis sich diesmal ein Naturquiz ausgedacht. Ältere Kinder und Erwachsene wollten gerne Baumrinden, verbunden mit einem Bild des Blattes/Nadel von heimischen Bäumen und die vier gängigen Getreidesorten an Hand von Trockenpräparaten bestimmen. Um eine Urkunde zu erhalten, mussten die Standbesucher ferner einige heimische Säugetiere, Vögel sowie einige bekannte Wildblumenarten erkennen. Bemerkenswert ist, dass manch einer dabei erstaunt einige Wissenslücken feststellte. Wer sich auskannte, erhielt neben der Urkunde kleine Belohnungen in Form eines Fährtenheftes, Buttons „Lernort Natur” und LJN-Bleistiftes. Speziell Biologielehrer/innen und Erzieherinnen erkundigten sich dabei nach unserem Angebot in Sachen „Lernort Natur”. Es gab Nachfragen ob auch in anderen Landkreisen bzw. Bundesländern vergleichbare Aktivitäten von Jägern angeboten werden. Hier erfuhren die Standbetreuer wieder einmal, wie zutreffend der Spruch „Lernort Natur ist Öffentlichkeitsarbeit pur!” ist.

Nicht nur die Frontfrau der NDR-Landpartie, Heike Götz, war bei einem Besuch von dem Stand angetan, sondern auch ein Redakteur des Hamburger Abendblattes berichtete unter der Schlagzeile: „Regionale Aussteller freuen sich über Besucheransturm” positiv von der Präsentation der Jägerschaft auf der Veranstaltung (Hier finden Sie den Artikel – auch als pdf-Datei).

Das einhellige Resümee der Standbetreuer und ihrer tatkräftigen Mithelfer am Ende der Veranstaltung war: „Diese ehrenamtliche Arbeit artet ja schon in Stress aus. Mit solch einem Besucheransturm fast bis zum Schluss der Veranstaltung haben wir nicht gerechnet!”

BauSch