Jagdliches Schießen

Die DJV-Schießvorschrift bildet die Grundlage für alle Programme, die das jagliche Schießen umfasst. Teilnehmen kann nicht nur der ausgebildete Jäger, sondern jeder, der am jagdlichen Schießen Interesse hat.

Vorrangiges Ziel des jagdlichen Schießens ist die Übung im Umgang mit der Waffe. Sowohl der saubere und präzise Schuss als auch die sichere Handhabung der Waffe selbst werden hierbei geübt. Auch das Kontroll- und Einschießen der Jagdwaffen ist ein wesentlicher Teil des jaglichen Schießens. Gleichzeitig dienen aber die Veranstaltungen auch der Kommunikation und der jagdkameradschaftlichen Bindung der Teilnehmer.

nach obenAusbildungsschießen

Dieses wird im Rahmen der Jungjägerausbildung durchgeführt. Hierbei werden die Grundzüge des jagdlichen Schießens vermittelt und im sicheren Umgang mit Waffe und Munition ausgebildet. Diese Ausbildung findet auf dem Stand der Schützengilde Bleckede statt, wobei hier nicht auf Wurftauben, sondern wie auch schon bei einigen anderen Jägerschaften der Kipphase beschossen wird. Im Laufe der Ausbildung lernen die Lehrgangsteilnehmer aber auch das Trap- und Skeetschießen (Wurftauben) kennen.

Übungsschießen

Die Möglichkeit zum Übungsschießen besteht für alle Mitglieder der Jägerschaft des Landkreises Lüneburg sowie für Gäste (auch Nichtjäger!) auf verschiedenen Schießständen. Hier ist zunächst der Wurftaubenstand in Bavendorf (siehe Foto) zu nennen. Dieser kann auf Grund der eingeschränkten Schusszahl von 250 pro Tag nur noch von kleineren Gruppen oder Einzelschützen genutzt werden. Doch gerade dieses wird von vielen, die die größeren Leistungs- und Vergleichsschießen meiden, bevorzugt.

Auf dem Stand der Schützengilde Bleckede kann mit Flinte, Büchse und Faustfeuerwaffe trainiert werden. Ein großer Vorteil des Bleckeder Standes ist die Unabhängigkeit von Tageszeit und Witterung. Mit der Flinte ist allerdings nur der Kipphase zu beschießen. Bei Bedarf kann er zum laufenden Keiler umgebaut werden und darf dann mit allen zur Jagd zugelassenen Kalibern beschossen werden. Diese sehr praxisnahe Übung ist übrigens heute schon in vielen Forstämtern Voraussetzung zur Teilnahme an einer Drückjagd.

Insgesamt stehen in Bleckede zwei 100-Meter-Bahnen, drei 50-Meter-Bahnen und laufender Keiler oder Kipphase sowie fünf 25-Meter-Bahnen (Präzision und Duell) für Faustfeuerwaffen zur Verfügung.

Übungstage für alle Disziplinen des jagdlichen Schießens gibt es auf den Schießständen in Garlstorf (Jägerschaft Harburg-Land) und Linden (Jägerschaft Uelzen). Die Termine hierzu werden mit Beginn des Jagdjahres in den Einladungen bzw. dem Informationsblatt “Lüneburger Jäger” veröffentlicht.

Vergleichsschießen

Diese werden in der Regel als kombiniertes Büchsen- und Flintenschießen durchgeführt. Hierzu können die Schießstände in Garlstorf oder Linden benutzt werden. So findet seit Jahren die Kreismeisterschaft der Jägerschaft Lüneburg in Linden statt. Bei dieser Veranstaltung werden den Teilnehmern neben den Ehrenpreisen zum Ansporn auch zahlreiche Sachpreise geboten. Daneben werden Dank der Unterstützung einiger Forstämter und privater Revierinhaber aber auch Jagdeinladungen vergeben, woraus sich in der Vergangenheit schon die eine oder andere feste jagdliche Verbindung entwickelt hat.

Hegeringvergleichsschießen werden in ähnlicher Form wie die Kreismeisterschaft sowohl in Linden wie auch in Garlstorf durchgeführt.

Voraussetzung zur Teilnahme an einem Vergleichsschießen ist die Mitgliedschaft (auch Nichtjäger können Mitglied sein) in einem der Hegeringe und der Jägerschaft.