Jägerschaft pflanzt 250 Apfelbäume

Alleen und Wildäcker mit alten Sorten bepflanzt

Noch säumen alte Obstbäume Gemeinde- und Verbindungswege – doch es

Foto/Text: ol Lüneburg.

werden immer weniger. Vor allem im letzten Jahrhundert wurden sie gezielt angelegt. Einzelne Apfel- und Birnbäume wurden von den Gemeinden, wenn die Früchte reif waren, an interessierte Bürger für die Nutzung freigegeben. Diese durften alle Früchte des Baumes abernten. Für andere waren diese Obstbäume dann tabu. Einen weiteren Nutzen hatten die Bäume am Wegesrand. Sie markierten den Wegrand bei hoher Schneelage. Letztlich dienten die blühenden Obstbäume den Bienen als Bienenweide und erfreuten Naturfreunde mit ihrer Blütenpracht. Damit diese Werte erhalten blieben, wurden sie auch mit Baumschnitten gepflegt. Heute wird das Obst nur noch von einigen Interessierten als Saftquelle genutzt.

Viele Obstbäume stehen heute als ungepflegte Baumruinen am Wegrand. Dennoch sind diese knorrigen und ungepflegten Bäume für die Höhlenbrüter der Vogelwelt ein Gewinn – sie finden noch geeignete Brutmöglichkeiten. Um diese natürlichen Baumhöhlen zu erhalten, hat die Jägerschaft in den letzten Jahren nach ihrem Naturschutzkonzept die Pflege dieser Bäume übernommen. Der Landkreis unterstützte das Konzept der Jäger damals finanziell.

Jetzt hat die Jägerschaft 250 alte, hochstämmige Apfelbäume gekauft und an ihre Hegeringe verteilt. Ihre Mitglieder haben die 5-jährigen Bäume an ihre Wildäcker und an Feldwege gepflanzt. Auch diese Naturschutzmaßnahme wird vom Landkreis Lüneburg finanziell unterstützt.

BU: Ernst-Henning Michaelis (links) und Eberhard von Seydlitz vom Hegering Amelinghausen pflanzen  Apfelbäume der alten Sorte „Rheinisches Seidenhemdchen“ in ihrem Revier