Immer mehr Menschen wollen Jäger werden | Die Jagd wird weiblicher

Ellringen. Bundesweit gibt es immer mehr Jäger – mit steigender Tendenz. 383.828 Menschen haben in Deutschland einen Jagdschein. Im Landkreis Lüneburg sind es jetzt 21 Jagdscheininhaber mehr – sie bestanden anlässlich der diesjährigen Jägerprüfung das „Grüne Abitur“. 26 Teilnehmer hatten sich zu der Jägerprüfung angemeldet. Einer der Prüflinge hatte sich wieder abgemeldet und vier scheiterten an der hohen Hürde, die der Gesetzgeber vorgegeben hat und an der 18 Prozent bundesweit scheitern. Die Prüflinge stammen aus allen Schichten der Gesellschaft – vom Schüler bis hin zum Akademiker. Der Anteil der Frauen bei den Jägerprüfungen steigt stetig an. In diesem Jahr stellten sich im Landkreis Lüneburg acht Frauen der Prüfungskommission. Hinzu kamen vier Jugendliche. Sie erhalten einen Jugendjagdschein – für sie gelten dieselben Prüfungsbedingungen. Sie dürfen die Jagd nur in Begleitung ausüben und dürfen nicht an Gesellschaftsjagden teilnehmen. An drei Tagen prüfte eine Prüfungskommission unter der Leitung des Kreisjägermeisters Hans Christoph Cohrs die angehenden Jäger. Jeweils an einem Tag erfolgte das jagdliche Schießen mit Büchse und Flinte, an einem Tag die schriftliche Prüfung und am letzten Tag die mündliche und praktische Prüfung im Revier. Kreisjägermeister als auch die Prüfungskommission freuten sich über das überwiegend gute Prüfungsergebnis. Nach einem gemeinsamen Essen erhielten die Prüflinge vom Kreisjägermeister das   Prüfungszeugnis und vom Vorsitzenden der Jägerschaft, Christian Voigt, den Jägerbrief. Zuvor hatten die Teilnehmer an einem Vorbereitungsseminar unter der Leitung von Gerhard Zander teilgenommen. Wer einem folgenden Seminar, Beginn Ende  August,  teilnehmen möchte, kann sich telefonisch bei Gerhard Zander Tel.04131 62900 anmelden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.  ol

Prüflinge mit den Ausbildern und Prüfern nach der Jägerprüfung
Foto: ol