Hochwildring Göhrde beschließt angepasste Jagdstrategie auf Mitgliederversammlung

Hochwildring Göhrde 68. Mitgliederversammlung

Zernien, den 07.03.2020

Der Hochwildring Göhrde hat seine, durch Satzung vorgeschriebene, Jagdstrategie angepasst.

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung konnte der Vorsitzende Peter Pabel das bereits angekündigte Strategiepapier vorstellen und den Mitgliedern zur Abstimmung stellen. „Nötig geworden ist die Überarbeitung durch deutliche Veränderungen der jagdlichen Rahmenbedingungen, die auf dem Gebiet des Ringes herrschen“, so Pabel.

Hochwildring Göhrde, 68. Mitgliederversammlung 2020

Der Wolf übt einen immer stärkeren Einfluss auf die jagdlichen Gegebenheiten insbesondere die Wanderbewegungen von Rotwild- und Damwild aus. Nur revierübergreifende Jagdkonzepte, die gezielte Steuerung der Jagdmethoden in Verbindung mit der Einrichtung von Ruhezonen und der Zusammenhalt zwischen den Revieren werden auf Dauer jagdlichen Erfolg bringen.

Hochwildring Göhrde, 68. Mitgliederversammlung

Wie hoch der Zusammenhalt und das Verständnis der Revierinhaber bereits ist zeigt das Abstimmungsergebnis ohne Gegenstimmen bei wenigen Enthaltungen. Bei den doch teilweise unterschiedlichen Interessen der Mitglieder auch ein deutliches Zeichen des Vertrauens in die Arbeit des Vorsitzenden und die Mitglieder des erweiterten Vorstandes.

Auch wurden die neuen Abschusspläne für das Jagdjahr 2020/21 abgestimmt. Insgesamt wurde beim Rotwild die Freigabe nach unten korrigiert und damit der deutlich rückläufigen Strecke angepasst. Damwild bleibt auf Vorjahresniveau – noch ist der westliche Bestand stabil, die Göhrde selbst hingegen mittlerweile damwildfrei.

Hochwildring Göhrde, 68. Mitgliederversammlung

Eine Rekordstrecke brachte das Jahr 2019 beim Schwarzwild. „2.500 erlegte Sauen im letzten Jahr sind eine Rekordstrecke. Das zeigt, das wir die Gefahr der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ernst nehmen“, lobt Pabel die Revierinhaber. Die Strecke ist jedoch kein Grund sich auszuruhen: „Hier müssen wir weiter dranbleiben und aktiv die Bestände reduzieren – die ASP ist das Damoklesschwert das über uns schwebt“ so der Vorsitzende.

Hochwildring Göhrde, 68. Mitgliederversammlung

Für traurige Nachrichten sorgte einmal mehr das Muffelwild. Eines der letzten Schafe wurde im Winter Opfer des Straßenverkehrs. Der endgültige Verlust des Muffelwildes hat nun den Vorstand bewogen, das Logo des Ringes zu verändern. Jagdmaler Rudolf Freiherr von Ulmenstein, dessen ausgestellten Bilder auch in diesem Jahr wieder viele begeisterten, ersetzte in berufener Weise den Widder durch einen Damhirsch.

Hochwildring Göhrde, 68. Mitgliederversammlung


Der Hochwildring betreut eine Fläche von ca. 92.000 Hektar in den Landkreisen Lüchow, Lüneburg und Uelzen. Der Zusammenschluss der beteiligten Jagdbezirke erfolgt auf der Grundlage und im Rahmen der jagdgesetzlichen Bestimmungen mit dem Ziel der Hege und waidgerechten Bejagung der Hochwildarten Rotwild, Damwild, Muffelwild und Schwarzwild nach einheitlichen Gesichtspunkten unter Berücksichtigung der besonderen örtlichen Verhältnisse, sowie der Schaffung und Erhaltung eines vitalen, qualitativ hochstehenden, den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten und artgemäß gegliederten Wildbestandes.


Florian Maack
Öffentlichkeitsarbeit Hochwildring Göhrde