Hegering Kirchgellersen – Lernort Natur 2008

von Oskar Lüning

Einen Tag lang verlegten Grundschüler aus Kirchgellersen auf Einladung des Hegerings ihren Klassenraum in den Stadtforst Böhmsholz. Im bunten Herbstlaub lauschten die Schüler der zweiten Klasse aufmerksam den Erklärungen von Hegeringleiter Hans-Joachim Rosseburg, Gerhard Saathoff und Günther Schmidt-Schulte.

Die Jäger erklärten den Kindern, dass es im Böhmsholz keine Hirsche gäbe – sie weichen den jetzt vielen Erholungssuchenden aus. Aber Rehe und viele freilebende Wildtiere seien hier zu Hause. Außerdem seien die Wildschweine nach vielen Jahren zurückgekehrt.
Ein präparierter Frischling konnte vorsichtig gestreichelt werden. „Wildschweine schmecken gut“, wusste ein Schüler erfahrungsgemäß zu berichten.

Neu war für sie jedoch, dass Hirsche und Rehböcke jedes Jahr ihr Geweih abwerfen und dass dieses sofort wieder und größer nachwächst. Mit viel Glück können Spaziergänger
eine solche Abwurfstange im Wald finden.

Die Lebensgemeinschaft Wald, Vögel des Waldes oder Hilfestellung für Höhlenbrüter durch das Aufhängen von Nistkästen waren ebenso Themen wie die Schäden, die
ein überhöhter Wildbestand im Wald verursachen kann.

Vorsichtig und zögerlich griffen dann alle noch einmal in den Tastkasten, um durch Fühlen mit den Fingern Fellstücke, Kiefern- und Tannenzapfen bestimmen zu können. Liebling der Kinder war jedoch der Bayrische Gebirgsschweißhund „Tasko“, der Gerhard Saathoff begleitete.

Klassenlehrerin Andrea Hinz: „Gern haben das Angebot des Hegerings Kirchgellersen angenommen. Die Schüler haben direkten Kontakt zum Unterrichtsstoff und erhalten
Informationen aus erster Hand.“