Gesetzesänderung Niedersächsisches Jagdgesetz

Die Jagdbehörde des Landkreis Lüneburg teilt im aktuellen Newsletter folgendes mit:

Zum Niedersächsischen Jagdgesetz wurden vom Landtag unter anderem die folgenden Änderungen beschlossen, sie gelten seit dem 21. Mai 2022:
 

  • Zu den §§ 5, 28b (Wolf) 
    Der Wolf wurde in die Liste der nach Landesrecht jagdbaren Arten aufgenommen, auch Wolfshybriden unterliegen nunmehr dem Jagdrecht. In diesem Zusammenhang sind auch umfangreiche Folgeregelungen entstanden (u.a. Entnahme, Aufnahme, Nachsuche, Anzeige des Erlegens, Besenderung).
     
  • Zu § 24 (Erweiterung und Einschränkung von Verboten) 
    Absatz 2: Die Nutzung von Nachtsicht- und Nachtzieltechnik ist im Einzelfall erlaubt. Hintergrund dieser Erweiterung ist eine mögliche Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP).
    Absatz 5: Bei einer Gesellschaftsjagd muss ein Schießübungsnachweis, der nicht älter als ein Jahr ist, mitgeführt und auf Verlangen vorgezeigt werden.
     
  • Zu § 25 (Abschlussplan) 
    Es gilt eine grundsätzliche Verpflichtung zur Aufstellung eines Abschussplanes.

  • Zu § 29 (Jagdschutz) 
    Die Regelungen zur Bejagung von wildernden Hunden ist modifiziert worden. Voraussetzung für eine Tötung ist nunmehr, dass sie „wiederholt wildern“ und vor der Tötung eine Anzeige bei der Jagdbehörde erfolgt.
     
  • Zu § 34 (Wildschadensersatz)
    Eine Regelung zum Wildschadensersatz ist in den Fällen vorgesehen, in denen aufgrund einer Rechtsverordnung des Tiergesundheitsgesetzes die Jagd untersagt worden ist. Auch diese Regelung dient der Prävention vor einer Bekämpfung der ASP.
     

Eine ausführliche Fassung des Niedersächsischen Jagdgesetzes sowie das Gesetz zur Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes finden Sie auf https://www.landkreis-lueneburg.de/jagdrecht