Gesellschaftsjagden an Sonn- und Feiertagen in Niedersachsen

Die Jagdbehörde des Landkreises Lüneburg teilt in ihrem aktuellen Newsletter nach Rücksprache mit dem Justiziar der Landesjägerschaft Niedersachsen, Herrn Clemens H. Hons, Empfehlungen zur Durchführung von Gesellschaftsjagden an Sonn- und Feiertagen in Niedersachsen mit und bedankt sich bei Herrn Hons für die Unterstützung.

Gesellschaftsjagden an Sonn- und Feiertagen werden durch das Niedersächsische Feiertagsgesetz reglementiert. In § 4 Abs. 1 NFeiertagsG heißt es: 

Öffentlich bemerkbare Handlungen, die die äußere Ruhe stören oder dem Wesen der Sonn- und Feiertage widersprechen, sind verboten.

Eine Gesellschaftsjagd wird vom Jagdrecht nicht definiert. Laut Herrn Hons liegt eine Gesellschaftsjagd vor, wenn 

sechs oder mehr Schützinnen und Schützen nach einem gemeinsamen Plan und im gegenseitigen Zusammenwirken jagen.

Da der Fokus des Gesetzes auf der Vermeidung der Störung liegt, würden beispielsweise ein Hundeeinsatz mit Stöberhunden und/oder eine lärmende Treiberwehr, die ein Maisfeld bzw. eine Dichtung durchdrücken und hierbei die Öffentlichkeit stören, eine verbotene Gesellschaftsjagd darstellen.

Die Jagdbehörde empfiehlt daher:

  • Entscheiden Sie, ob die Maßnahme an einem Sonn- oder Feiertag notwendig ist.
  • Entscheiden Sie über Maßnahmen auf die Örtlichkeit abgestimmt.
  • Fragen Sie sich: Ist eine Störung der Öffentlichkeit gegeben?
  • Da die örtlichen Gemeinden für die Ahndung von Verstößen zuständig sind, stimmen Sie die Maßnahmen im Vorwege ab, um Anzeigen zu vermeiden.
  • Informieren Sie die örtliche Polizeidienststelle.

Gerne steht die Jagdbehörde bei Rückfragen auch telefonisch zur Verfügung.