Der Leiter der Jungjägerausbildung, Volker Gampe, bewirbt sich um die Position des Kreisjägermeisters

 

Werte Jägerinnen und Jäger aus dem Landkreis Lüneburg,

ich freue mich, mich als Kandidat für die kommende Wahl zum Kreisjägermeister vorstellen zu können. Seit 18 Jahren verfolge ich die Entwicklung der Lüneburger Jägerschaft. Wie viele unter Ihnen erlebe ich, dass nun ein weiterer Vorstand der Jägerschaft die Zusammenarbeit mit dem Kreisjägermeister als zerrüttet bezeichnet. Aus unseren eigenen Reihen wie auch jenseits der Jägerschaft werden unüberhörbare Vorbehalte gegen den amtierenden KJM laut. Es ist aus meiner Sicht unerheblich, ob zwischenmenschliche oder fachlich-sachliche Ursachen maßgeblich zu dem jetzt erneut entstandenen Dilemma beigetragen haben. Das Resultat zählt.

Als Mitglied der Kreisjägerschaft Lüneburg e. V. bin der Meinung, dass es so nicht weiter gehen darf. Es muss endlich Professionalität einkehren und mein Weg dorthin ist derjenige fort von Kirchturmdenken und hin zu konstruktiver und vertrauensvoller Zusammenarbeit. Ich stelle ich mich zur Wahl in das Amt des Kreisjägermeisters, weil ich überzeugt bin, mit meiner langjährigen jagdlichen Erfahrung, Entschlossenheit, Teamfähigkeit, Kompetenz und Unabhängigkeit genau die Fähigkeiten zu besitzen, einerseits die Zusammenarbeit mit dem Vorstand der Jägerschaft auf die sachliche Ebene zurückführen und andererseits die Interessen der Lüneburger Jäger vor Verwaltung und Politik nachhaltig beratend vertreten zu können.

Mein Ziel ist es, das Selbstbild wie auch die Außenwirkung der Jägerschaft Lüneburg positiv zu verändern durch

  1. eine gedeihliche Zusammenarbeit des Vorstandes der Kreisjägerschaft Lüneburg e. V. und des Kreisjägermeisters
  2. Begeisterung und Zustimmung der Mitglieder der Jägerschaft
  3. konstruktiven Diskurs zum Fortschritt in der Sache
  4. einen von der Jägerschaft getragenen KJM, der ein anerkannter Partner in Fragen der Jagd und des Naturschutzes, und nicht zuletzt auch in Fragen des Umweltschutzes für die Öffentlichkeit, die Verwaltung und die Politik ist

Dringende Themen auf lokaler Ebene sind mehr als genug vorhanden, die im Sinne von uns Jägern anzufassen sind, zum Beispiel:

  • die demnächst zu erwartenden Novellen des BJagdG und des
    NJagdG
    • z. B. Wald vor Wild
  • Umgang mit dem Wolf
  • invasive Tier- und Pflanzenarten
  • Umgang mit Tierseuchen
    • aktuell die drohende ASP
  • Naturschutzprojekte
  • Ausbildung / Prüfung von Jagdhunden
    • demnächst auch ohne Jagdscheinerfordernis
  • Pflichtmitgliedschaft in der Berufs-
    genossenschaft

Mit weit über 1200 Mitgliedern und einer Jagdfläche von über 100.000 ha sind wir eine der größten Jägerschaften im Lande. Die Position unseres KJM muss von dieser Stärke profitieren. Als KJM will ich Euch mitnehmen in einen Meinungsbildungsprozess, an dessen Ende ich eine gemeinsame Haltung der Jägerschaft zu den Themen der Jagd und des Naturschutzes vertrete. Von der Basis getragen entsteht so eine starke Position, aus der heraus eine nachdrückliche Vertretung unserer Belange vor Politik und Verwaltung auf lokaler Ebene möglich ist. Viel zu lange haben wir Jäger es versäumt, die Jagd dem Wandel der Zeit anzupassen. Dabei geht es nicht nur um technische Innovationen sondern auch um Fragen der Jagdethik und Waidgerechtigkeit. Eine Haltung, die uns angesichts gesellschaftlichen Wertewandels, Klimawandels und urbaner Übermacht längst eingeholt hat und der wir uns stellen müssen. Wollen wir nicht fremdbestimmt die Rahmenbedingungen unserer Jagd aufstellen lassen, müssen wir uns offensiv einbringen und nicht das Feld fragwürdigen Jägervereinigungen und Naturschutzverbänden überlassen. Wir haben den Sachverstand und die Erfahrung, jagdliche Tradition und Waidgerechtigkeit zu evaluieren.
Und genau das ist mein Ziel als Kreisjägermeister:

Durch kompetente und einflussnehmende Beratung der Entscheidungsgremien die zukunftsweisende Entwicklung der Jagd im Einklang mit dem Natur- und Umweltschutz im Sinne der Jägerschaft mitgestalten.

Dazu hilft es nicht, nur den Finger nach Hannover zu richten. Als eine der größten Jägerschaften im Land haben wir eine gewaltige Stimme, die es auch in diese Richtung zu nutzen gilt. Die Einigkeit, die Professionalität und schließlich der Erfolg auf unserer lokalen Ebene sind mein Weg, uns den Einfluss zu verschaffen, der uns zusteht, mit dem wir ernst zu nehmen sind und maßgebliches Gewicht erlangen. Der erste Schritt hierhin muss aber sein, den Vorstand der Jägerschaft und den Kreisjägermeister in eine vertrauensvolle und zielgerichtete Zusammenarbeit zu bringen. Lassen Sie uns diesen ersten Schritt gehen und schenken Sie mir Ihr Vertrauen bei der Wahl zum Kreisjägermeister.

Volker Gampe

 

 

Zu meiner Person

Privat:
63 Jahre, geschieden, Sohn Jan Volker ebenfalls Jäger und Mitglied der Jägerschaft Lüneburg, stolzer Opa

Beruf:
Erster Polizeihauptkommissar im Ruhestand
Studium an der FHSöV Wuppertal (Dipl.-Verw.-Wirt)
Ausbildung zum Mediator und Moderator
Ausbilder und Prüfer bei der Polizei NRW
Polizeilicher Berater in diversen kommunalen Ausschüssen

Wohnort:
2003 Zuzug aus NRW in den Landkreis Lüneburg, Bardowick

Vereine:
Jägerschaft Lüneburg e. V. und Landesjägerschaft Niedersachsen Verein DD Gruppe Uelzen

Jagd:
– Jagdscheininhaber seit 1991, seitdem durchgehend jagdlich aktiv und Führer selbst ausgebildeter, brauchbarer Hunde
– Begehungsrecht und später auch übertragene Jagdaufsicht in den Revieren der Gräflich Spee’schen Forstbetriebe (NRW)
– danach Begehungsrecht und später auch übertragene Jagdaufsicht Revier Rullstorf
– seit 2021 Begehungsrecht Revier 264 Kirchgellersen

Jägerschaft:
Mitglied in der Jägerschaft Lüneburg e. V., HR Elbmarsch-Ost und HR Kirchgellersen
Schriftführer HR Elbmarsch-Ost
Leiter des Seminars für Jagdscheinanwärter der Jägerschaft Lüneburg e. V.
im Rahmen des Seminars für Jagdscheinanwärter Dozent für Jagdrecht, Waffenkunde, Optik und Jagdethik

Sonstiges:
Englische Sprache in Wort und Schrift
Sichere Beherrschung der Informationstechnik und der elektronischen Kommunikationsmittel