Afrikanische Schweinepest kommt bedrohlich näher Gebühren für Trichinenuntersuchungen bei Frischlingen entfallen

Lüneburg. Die Afrikanische Schweinepest kommt bedrohlich näher – 80 Kilometer von der Deutsch-Tschechischen Grenze wurde in Tschechien die Afrikanische Schweinepest bei einem Wildschwein nachgewiesen.
Daher ließ sich der Landrat Manfred Nahrstedt und die Kreisrätin Sigrid Vossers vom Kreisjägermeister Hans Christoph Cohrs und dem Vorsitzenden der Jägerschaft Lüneburg, Christian Voigt, über die aktuelle Situation der Schwarzwildbestände im Landkreis Lüneburg informieren.

Da die Krankheit hauptsächlich bei Frischlingen, Tiere im ersten Lebensjahr, auftritt, fordert der Kreisjägermeister, Sauen mit allen jagdlichen Möglichkeiten – vorzugsweise Frischlinge, intensiv zu bejagen. Eine mögliche Maßnahme, der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest entgegenzuwirken. Da die Jäger das Wildbret von Frischlingen wegen des großen Angebotes und des geringen Gewichtes kaum noch zu vermarkten ist – dennoch die gesetzlich vorgeschriebene Untersuchung durchführen lassen müssen, hatte die Jägerschaft Lüneburg die Erlassung der Gebühren für Frischlinge beantragt.

Diesem ist der Landkreis gefolgt – ab dem 1. November wird diese Gebühr für Frischlinge, die im Kreisgebiet erlegt wurden, ausgesetzt. Weiterhin sind Trichinenproben von allen erlegten Sauen beim Kreisveterinäramt abzugeben und im Ursprungsschein die Frischlinge mit einem F zu kennzeichnen. Das erlegte Tier ist mit einer orangefarbenen Wildmarke zu kennzeichnen. Die Revierinhaber werden durch News-Letter von der Jagdbehörde informiert. ol