Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes

Der Niedersächsische Landtag hat eine Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes beschlossen. Besonders hervorzuheben sind die folgenden Änderungen:

  • Regelung zum Überjagen von Hunden bei Bewegungsjagden, § 4 Abs. 4 NjagdG
  • Bejagung von Elterntieren bei der Nutria, § 26 Abs. 2 NJagdG
  • Füttern und Kirren, §§ 32, 33, 33a NJagdG

Darüber hinaus sind nach der Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes nun Schalldämpfer in Niedersachsen jagdrechtlich erlaubt. Nach einem Erlass des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport soll jedoch in Niedersachsen zunächst weiterhin eine restriktive Genehmigungspraxis gelten. Ein Bedürfnis ist damit nur in Ausnahmefällen anzuerkennen. Der bloße Schutz des Gehörs reicht zur Begründung eines Bedürfnisses regelmäßig nicht aus. Abgewartet werden soll zunächst ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes.

Die Landesjägerschaft Niedersachsen hat sich in ihrer Stellungnahme zur Novelle des Niedersächsischen Jagdgesetzes entschieden gegen diese Regelung gewehrt und fordert eine Nachbesserung von der Landesregierung. Sobald es neue Informationen hierzu gibt, werden wir darüber berichten.

Die Änderungen sind (mit den im Gesetzestext genannten Ausnahmen) zum 26. Oktober 2018 in Kraft getreten.

Das Gesetz- und Verordnungsblatt mit allen Änderungen kann hier herunter geladen werden: