25 neue Jäger im Landkreis Lüneburg

Alle Prüflinge bestanden das „Grüne Abitur“

Ellringen. Wer in Deutschland zur Jagd gehen will, muss einen auf seinen Namen ausgestellten Jagdschein vorweisen können. So schreibt das Bundesjagdgesetz es vor. Für die Ausstellung eines ersten Jagdscheines muss bei der Jagdbehörde/Ordnungsamt das Prüfungszeugnis einer Jägerprüfung und der Nachweis einer Jagdpflichtversicherung vorgelegt werden. Personen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, aber noch keine 18 Jahre alt sind, kann ein Jugendjagdschein ausgestellt werden. Die Prüfung der Jugendlichen ist mit den der Senioren gleich. Sie dürfen nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigen oder einer jagdlich erfahrener Person die Jagd ausüben – jedoch nicht an Gesellschaftsjagden teilnehmen. Alle Personen müssen zuverlässig sein – ein polizeiliches Führungszeugnis wird von der Behörde angefordert. Erteilte Jagdscheine gelten im ganzen Bundesgebiet. In neun Monaten bildeten erfahrene Jäger und Ausbilder 25 Teilnehmer, davon vier Frauen und zwei Jugendliche mit einem Vorbereitungsseminar für die Jägerprüfung aus. In mehr als 200 Unterrichtsstunden,  zahlreichen Übungsschießen mit Büchse und Flinte auf dem Schießstand Linden (Landkreis Uelzen) sowie mehreren Reviergängen büffelten Hausfrauen, Handwerker, Studenten und Schüler für den Jagdschein – so dass wenig Zeit für private Dinge blieb.

-Prüflinge, Prüfer und Ausbilder des Ausbildungsseminars

Der Landkreis Lüneburg hatte den Kreisjägermeister Hans Christoph Cohrs mit einer Prüfungskommission mit der Jägerprüfung beauftragt. Die begann mit der Schießprüfung mit der Büchse und Flinte. Es folgte die schriftliche Prüfung. Hier mussten 200 Fragen aus allen Fachgebieten richtig beantwortet werden. Höhepunkt war jedoch die praktische Prüfung im Revier. Hier hatte der sichere Umgang mit der Jagdwaffe die höchste Priorität – ein sicherheitsrelevanter Fehler hätte das sofortige „Aus“ bedeutet. Alle Prüflinge meisterten alle Fächer mit überwiegend guten Noten, so dass alle die Prüfung bestanden. Zu diesem erfreulichen Ergebnis freuten sich nicht nur die Prüflinge – auch der Kreisjägermeister, die Prüfungskommission, der Leiter des Jungjägerseminars, Gerhard Zander und der Vorsitzende der Jägerschaft Lüneburg, Christian Voigt waren zufrieden.

Franz-Josef Flögel (links) und Bodo Gerlach prüfen den sicheren Umgang bei dem Prüfling Dennis von der Fecht

Entspannt  genoss man das gemeinsame Essen im Prüfungslokal „Trapp“. Der Kreisjägermeister überreichte jedem Prüfling das Prüfungszeugnis und der Vorsitzende den Jägerbrief. Die besten Prüfungsergebnisse erreichten Gunnar Lexow-Jörß und Dr. Ingo Thordsen. Sie freuen sich über eine Jagdeinladung im Forstamt Göhrde. Weitere Buchpreise vom Lüneburger Jagdschriftsteller Gert G. von Harling erhielten Sven Christian Kapitza und Karin Grünwald. Das nächste Vorbereitungsseminar beginnt am Montag, 30. August. Info und  Anmeldung: Tel. 04131 62900. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt.

Bilder und Text: Oskar Lüning